Buch "Erschaffungs der Welt"

Buch "Erschaffungs der Welt"

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Trilogie: "Erschaffung der Welt"

Autor: Arcady Petrov

Kapitel 7 und Kapitel 8 aus dem 1.Buch "Rette dich".

Kapitel 7

Mich beunruhigt immer mehr, was Lapschin macht. Der Prozess meiner Selbstentwicklung mit Hilfe des Bildschirmes des inneren Sehens hat mich zur Überzeugung gebracht, dass er tatsächlich nicht bluffte, als er über seine globalen Pläne sprach, die Steuerung der Erde in die Hand zu nehmen. Der Biocomputer ist wirklich eine sehr mächtige Waffe und auch eine Waffe Manipulationen. Jetzt wurde mir klar, warum er von allen, die nach seiner Methodik arbeiteten, so hartnäckig forderte, die Erscheinung der geistigen Vision mit dem nicht sehr passenden Begriff „Biocomputer“ zu bezeichnen.

Das Studium einiger Aspekte des psycholinguistischen Programmierens und die neurophysiologischen Forschungen der kontaktlosen, nichtsensorischen Wechselwirkungen der energie-informativen Beziehungen des Gehirns haben geholfen, sich in dieser komplizierten Frage zurechtzufinden. Diese wurden zunächst in der Akademie und dann im Zentrum der Bioinformationstechnologien durch die Laborleiterin des Forschungsinstitutes traditioneller Behandlungsmethoden von Gehirnerkrankungen, Olga Kokina, durchgeführt. Und das, was ich dem entnehmen konnte, hat mich erschreckt.

Der Mensch als physisches Objekt der Realität befindet sich heute in Bezug auf die äußeren globalen Einflüsse in der Position der Regulierungsinstanz. Das Zentrum der Orientierung in diesem Subjekt-Objekt-Phänomen stellt unser Bewusstsein dar. Eben das Bewusstsein bildet die Grundlage für und ist gleichzeitig der richtende Mechanismus der psychomentalen Wahrnehmung der Wirklichkeit. Wenn Sie Ihr Bewusstsein weiterentwickeln, indem Sie sich an hohen geistigen Werten orientieren, verstehen und akzeptieren, dass der Mensch wirklich nach dem Vor- und Ebenbild Gottes erschaffen wurde, so wählen Sie einen Weg.

Wenn Sie beginnen sich einer Autorität unterzuwerfen, Tag für Tag, Monat für Monat Ihr Bewusstsein als Biocomputer bezeichnen, so wird es eines Tages auch zu einem Biocomputer werden. Dann wird man nicht lange auf einen Könner warten müssen, der kommen und ihren „Biocomputer“ zur Steuerung an sein Bewusstsein anschließen wird. Sie werden nicht einmal bemerken oder verstehen, warum Menschen, die Ihnen früher nahe standen und angenehm waren, sich Ihnen plötzlich entfremden und wiederum andere einen unverhältnismäßig großen Platz in Ihrem Schicksal und Leben einnehmen. Und Sie werden ohne jeden Einwand dazu bereit sein, diesen Menschen alles zu geben, was sie sich nur wünschen. Sie werden nie verstehen, wie das „Anschließen“ geschehen ist, wie der unbewusste Kontakt aufgebaut wurde, in dem Ihnen die Rolle der Unterordnung und der Abhängigkeit zugeteilt wurde.

Ich schreibe das mit einem bitteren Gefühl der Scham und des Leides, da ich mich selbst in einem Lebensabschnitt der Hypnose äußerlich anständiger Hilfsprogramme für kranke Kinder, der Weiterentwicklung des Menschen, seines schöpferischen Potentials und vielem anderen, nicht entziehen konnte. Außerdem half ich diesen Programmierern aktiv, bis zum Gipfel der öffentlichen Aufmerksamkeit und des Erfolges vorzudringen. Ich möchte richtigstellen, dass ich nicht gegen die Entwicklung solcher Techniken bin, sondern ganz im Gegenteil – ich bin dafür. Für sehr wichtig halte ich aber eine bestimmte gesellschaftliche Kontrolle der ideologischen Komponente eines solchen Prozesses. Denn es betrifft uns alle, mehr noch – die zukünftige Menschheit.

Durch die Manipulation eines fremden Bewusstseins ist es ein Leichtes, beliebige Kanäle zu überdecken, die für den Eingang sicherer Informationen dienen. Der Mensch verliert die Möglichkeit die Welt durch seine Sinne adäquat wahrzunehmen. Zum Beispiel gefällt es ihm dann, krank zu sein. Er nimmt in diesem Fall die Unbequemlichkeit der Bettruhe in Kauf, um von seinen Verwandten und ihm nahestehenden Menschen umsorgt zu werden, nicht wissend, dass diese Gefühle des Mitleids für einige dunkle Wesen der feinstofflichen Welt ein gefundenes Fressen sind. Sie entziehen anderen Menschen eben mit Hilfe des Biocomputers (dann ist das wirklich kein Bewusstsein mehr) wichtige Gefühlskomponenten seiner Seele. Einige haben bereits von Energievampiren gehört, aber wie die meisten sagen würden: „Man darf doch nicht alles glauben“.

Früher bezeichnete man das als Teufelsbesessenheit. Jetzt herrscht eine andere Zeit, es wirken andere Kräfte. Sie sind wie eine Art Virus, der anstrebt, in unser Bewusstsein einzudringen, um es zu steuern und letztendlich zu zerstören. Sie haben äußerlich wissenschaftliche, modern klingende, aber nicht weniger gefährliche Begriffe erfunden. Einer davon, der „Biocomputer“. Bedenken Sie, wie viele Menschen in den letzten Jahren durch Computerspiele ihre Gesundheit verloren haben, sogar geisteskrank geworden sind. Ich spreche jetzt über den gewöhnlichen Computer. Aber der Biocomputer von Herrn Lapschin und der einfache Computer haben den gleichen Ursprung. Und dieser Ursprung befindet sich tief  unter der Erde, dort wo die zweite Sonne scheint – der Plasmakern des Planeten oder die feurige Hyäne.

Als sehr charakteristisches Beispiel für den negativen Einfluss des Computers auf den Menschen können die Worte des Akademiemitgliedes V. Gluschkow, des ehemaligen Vizepräsidenten der Akademie der Wissenschaften der Ukraine und ehemaligen Leiters des Instituts für Kybernetik AN USSR, angeführt werden. Er sagte, dass „die Möglichkeiten der Kybernetik und der Computer wahrhaftig grenzenlos seien. Bis zum Jahr 2020 wird der Mensch dem Computer nun auch sein Bewusstsein geben und sich dadurch praktisch unsterblich machen. Der Mensch wird beginnen zu fühlen, dass er er selbst ist und gleichzeitig eine Maschine. Es wird zu einer Bewusstseinsspaltung kommen“ (G. Maksimowitsch, „Gespräche mit dem Akademiemitglied V. Gluschkow“ M., „Molodaja Gwardija“, 1976).

Interessant ist auch, dass Herr Lapschin, auch in unseren Gesprächen, ständig dieses ukrainische Akademiemitglied zitierte. Es scheint, dass die Idee des Biocomputers eben hier entliehen wurde und nach einer gründlichen Überarbeitung in „Massenproduktion“ ging. Und das Rad begann sich zu drehen: „Im Laufe der elektronischen Zivilisation wird der höchste Verstand entstehen. Und dieser höchste Verstand wird jener Gott werden, der nicht nur einen Planeten, sondern das ganze Universum real steuern wird“ („Narodnaja Gaseta“, 11.07.95).

Und vor einigen Jahren sorgte eine  Erklärung des hervorragendsten Theoretikers der modernen Wissenschaft, Stephen William Hawking, in der wissenschaftlich-technischen und politischen Elite der führenden Länder für Erschütterung, dass nämlich der Homo sapiens in den nächsten dreißig Jahren, als die intellektuell beherrschende Art, aus der Zahl der Lebensformen unseres Planeten verschwinden wird. Seine Schlussfolgerungen gründeten sich auf der  Annahme, dass sich die Biosphäre der Erde, einschließlich des Menschen, bereits in einer Periode intensiver Anagenese befindet, das heißt, einer Periode des Erscheinens von Individuen und Populationen mit neuen Merkmalen.

Hawkings Annahme ist durchaus kein Tribut an das öffentliche Interesse für Schauermärchen. Im Verlauf der Evolution entstehen ständig verschiedene Disharmonien und Instabilitäten. Wenn sie nicht kompensiert werden, so stürzen die biosensorischen Systeme unvermeidlich ein und werden zu Bauschutt, aus dem dann die Fundamente neuer antichaotischer Systeme geschaffen werden.

Stephen Hawking hat nach der Analyse der Situation die Schlussfolgerung gezogen, dass eine Fortsetzung unserer Evolution nur dann möglich erscheint, wenn es aufgrund der Errungenschaften der Kybernetik, der Mikroelektronik und der Gentechnik gelingt, ein neues Wesen, den künstlich-unsterblichen Übermenschen zu konstruieren, der alle veralteten Formen des Lebens aus der neuen Subkultur verdrängen wird.

Es wird nicht einfach eine subjektive Zukunftsvision vorgeschlagen - es ist ein alternativloses, mathematisch geprüftes Ideal, in dessen Zentrum die Symbiose des Menschen und des Computers steht, als einheitlicher unsterblicher Organismus - der Herrscher über das Universum. Diese Tatsache gibt der Angelegenheit einen wichtigen sozialpolitischen Status, so dass der Vortrag von Stephen Hawking im Weißen Haus als das grundlegendste Endwicklungsprojekt zur technogenen Zivilisation im 21. Jahrhundert betrachtet wird.

Die Voraussage hat auch deshalb schockiert, weil sie von einem Menschen gemacht wurde, der im gewissen Maße bereits die künftigen Veränderungen verkörperte: Durch Krankheit gelähmt, hat Hawking sich praktisch mittels seines Supercomputers tatsächlich mit dem „denkenden Ozean“, dem Internet vereinigt, wo er seine eigene virtuelle Welt geschaffen hat.

Die Schlussfolgerungen des genialen, mit dem Computer verschmolzenen Gehirns über die Unabwendbarkeit des Erscheinens eines „künstlichen Supermenschen“ waren so überzeugend, dass die USA sofort begonnen haben eine Analyse sozial-ökonomischer Folgen dieses Prozesses durchzuführen und die Ausarbeitung eines neuen Konzeptes der zukünftigen Subkultur in Angriff genommen haben. 

Die Presse „erfreut“ uns schon mit Mitteilungen, dass bald ein Hightech-Helm für den Kontakt mit der virtuellen Welt des Internets auf den Markt kommen wird und ein Spezialkostüm, eine Art Raumanzug, der die Lebenstätigkeit des Organismus gewährleisten kann – es wird den Körper von Schweiß, Exkrementen, Spermien und weiblichen Absonderungen reinigen (kurz gesagt, von allen Abfällen, die das Leben in der „Virtualität“ begleiten werden).

In nicht so fernen Zeiten, so versprechen Computergenies, werden unsere Körper auf riesigen Felsen untergebracht, wo Maschinen ihre Lebenstätigkeit erhalten werden. Die Menschen werden sich in dieser Zeit in einem neuen von ihnen selbst gewählten Körper befinden, um in der virtuellen Welt, wie in der realen Welt zu leben. Dort wird man alles finden können, was man im Leben braucht: Liebe, Mord, Geld, Zigaretten, Whisky… Aber das Wichtigste ist, dass es dort reale Bilder der Städte und der Natur, der Gefühle, Gerüche usw. geben wird. Die virtuelle Welt wird die Materialisten blamieren: Alles wird sehr realistisch erscheinen, aber die Ereignisse werden sich nicht auf der Erdoberfläche abspielen, sondern nur in unserem Bewusstsein.

In der folgenden Etappe werden die Menschen lernen, sich aus phantastischen virtuellen Welten Realitäten zu erschaffen, die aus ihren Lieblingsromanen, Fantasy-, Action-Filmen, Horrorfilmen, Liebesgeschichten usw. entlehnt sind. Man wird sich nicht einfach eine kurze virtuelle Sitzung für eine Stunde oder ein Wochenende auswählen können, sondern eine, die das ganze LEBEN dauert, ein Leben nach eigenem Geschmack.

Und die virtuelle Realität wird helfen, das Problem der Unsterblichkeit zu lösen. Wenn der Mensch alle Möglichkeiten der Verjüngung ausschöpft, die ihm die Medizin der Zukunft gewähren kann, wird er sich einen virtuellen Körper auswählen, sich vom physischen Körper verabschieden und für immer in die neue Welt übergehen. Dort wird er so lange leben, solange der Computer und das Programm existieren, die diese Existenz unterstützen. In gewisser Weise wird die Situation jener ähneln, über die Okkultisten schon immer sprachen: Der Mensch wird nicht sterben, er wird aus einem Zustand in einen anderen transferieren. Aus der groben physischen Welt wird er in die feinstoffliche, unsichtbare Welt übergehen. Er wird es machen, ohne nachzudenken, und den Theoretikern bleibt die Aufgabe, herauszufinden, wie die virtuelle Welt und das Jenseits (astrale Welt) zueinander stehen. Ist es ein und dasselbe oder zwei unterschiedliche Sachen?

Eigentlich besteht die Frage darin, wie die Menschheit sich weiterentwickeln wird.

Der Menschen wird aller Wahrscheinlichkeit nach an den Straßenrand des Weges in die heile Zukunft gedrängt und was geschieht dann...

Im Übrigen ist leicht zu erraten, was dann geschehen wird. Konflikte der Menschen mit Robotern sind in vielen Fantasyromanen beschrieben. Erinnern Sie sich an die Geschichte des Diebes von Bagdad und seiner mehrhändigen mechanischen Puppe für den Sultan. Früher wurde so etwas als Märchen aufgefasst und jetzt teilt die amerikanische Zeitschrift „Future Sex“ mit, dass eine künstliche Frau geschaffen worden sei, mit der man reden und  sexuelle Spiele treiben  kann. Der Sexroboter kann sich alle Vorlieben und Launen seines Besitzers merken. Der Arbeitsspeicher des Hauptprogrammes beträgt 7 bis 10 Megabyte.

Die neuen Sexprogramme werden als ein sehr lukratives Geschäft betrachtet. Die Hersteller wollen die Einwände derer nicht hören, die meinen, dass diese gefährliche Neuheit die traditionellen Beziehungsgrundlagen zwischen Mann und Frau schnell zerstören wird. Einen furchtbareren Schlag gegen die Grundlage der menschlichen Gesellschaft, die Familie, kann man sich doch kaum vorstellen. Denn es wird der Selbstreproduktionsmechanismus des Lebens verletzt, der früher als störungsfrei galt.

Die Sexwelten - eine ausufernde Unterhaltungsindustrie in den reichen Ländern einerseits und der Absturz und die allumfassende Verwilderung in den armen Ländern andererseits, sind vollkommen wahrscheinliche Szenarien der Selbstvernichtung der Menschheit. Beunruhigend wirkt die zunehmende Häufigkeit der Nachrichten darüber, dass Computer immer öfter aus der Kontrolle geraten, sich eine neue, eigene Wirklichkeit schaffen, beginnen sich wie die Kipling-Katze („Die Katze, die für sich blieb“), die alleine spazieren geht, zu benehmen.

Heute dringen aber eben die Rechenmaschinen immer mehr in die Bereiche vor, wo wichtige Entscheidungen gefällt werden. Sogar die Steuerung nuklearer Sprengköpfen wird der Elektronik überlassen.

Wer weiß schon, wie sich die Halb-Mensch-Halb-Computer aufführen werden, die aus denen geschaffen wurden, die eine Aussicht auf Quasi-Unsterblichkeit fasziniert und auf wessen Seite sie in dem neuen historischen Widerstand stehen werden? Dass die Chancen der Menschen auf den Sieg in einer solchen Situation nicht sehr hoch stehen, ist offensichtlich. Aber die Dynamik der selbstständigen Weiterentwicklung treibt uns unerbittlich zur Bildung einer neuen Art, des technogenen Menschen. Die Vordenker in dieser Richtung meinen, dass eine Symbiose der Menschheit und des wissenschaftlich-technischen Fortschritts nur auf diese Weise möglich sei.

Die moderne „Frankenstein-Theorie“, nach Hawking, macht den Menschen eigentlich nur zu einer biologischen Komponente des neuen Computerprogramms der technischen Evolution. Nach Meinung von Andrej Platonow haben wir uns „die ewige Trennung von der glänzenden Kraft des Lebens“ selbst zugefügt. Produktionsstrukturen, wie Atomkraftwerke, Computersysteme, Roboter werden immer stärker komprimiert und durchorganisiert und entwickeln sich zu Superstrukturen, die ein technogenes Kollektivbewusstsein bilden eine eigene Qualität der Selbstentwicklung und Selbsterhaltung. Sie verwandeln sich in ein Superindividuum von planetarem Ausmaß. Der neue technogene, computerbasierte und unsterbliche Superorganismus entwickelt sich genau für diese Aufgabe.

Zurzeit konzentriert sich die westliche Wissenschaft vollständig auf phantastische Ereignisse aus dem eigenen Bereich. Es ist nachvollziehbar, was Hawking bewegt: Er will die „Entropie-Falle“ vermeiden, in der alle Bemühungen der Wissenschaftler im Labyrinth der Kommunikation hoffnungslos untergehen würden. Der Umfang des Wissens ist bereits so groß, dass seine Aneignung viel mehr Zeit erfordert, als dem Menschen zur Verfügung steht. Schon heute werden die Computer der nationalen amerikanischen Raumfahrtagentur NASA mit einer Verspätung von acht Jahren mit Informationen gefüttert. Eine solche Sachlage entzieht den Wissenschaftlern die Initiative, verwandelt den Schöpfer ins passive Objekt des technischen Supersystems.

Aber jede neue Technologie gestaltet nicht nur aktiv unser  Leben um, sondern auch die Weise, wie wir die Welt wahrnehmen.

Computer und Fernseher treten in der Rolle des Organisators eines glücklichen Konsumbewusstseins auf. Der „dumme Kasten für einen Idioten“ (nach einem passenden Ausdrucks eines Dichters) ist durchaus in der Lage, die Hauptkonturen der Realität zu ersetzen. Aber es ist sehr gefährlich, die Menschen auf eine solche Konsumentenweltanschauung vorzubereiten. Uns steht ein schwerer Existenzkampf bevor, in dessen Verlauf die Probleme gelöst werden, die mit den Veränderungen in der organischen Welt des Planeten zusammenhängen. Wir sollten uns den Sinn des Lebens und die innere Ausgeglichenheit zurückholen. Das Gehirn des Menschen hat unbeschränkte Möglichkeiten der Selbstentwicklung. Und es ist besser, die Bemühungen der Gesellschaft vorzugsweise in genau diese Richtung zu lenken.

* * *

 

Inzwischen hat der Kremlvulkan die nächste Portion Asche in den einheimischen Himmel hinausgeschleudert.

In meinem Berufszweig gab es wieder eine Revolution. Am 6. Juli 1999 ist die Verordnung des Präsidenten „über die Vervollkommnung der staatlichen Steuerung  auf dem Gebiet der Massenmedien und der Massenkommunikation“ erschienen; infolgedessen wurde der Verlag Goskompetschat (Staatliche Druckerei) abgeschafft. An seine Stelle trat das Ministerium der Russischen Föderation für Presse, Telerundfunk und Mittel der Massenkommunikation. Zum Minister wurde M. Lessin ernannt.

Alle drei Jahre wird diese Behörde mit einer manischen Hartnäckigkeit seitens des Staates umgestaltet: Mal wird aus „Komitee“ „Ministerium“ (zugunsten der Vereinigung mit dem Fernsehen), dann wieder das Gegenteil, und die Druckerzeugnisse werden wieder vom Fernsehen getrennt. Der erste Eindruck - derselbe Rechen, auf den man schon mehrmals getreten ist.

Dann kommen die Zweifel: Wer ist darauf getreten? All diese Umgestaltungen betreffen hauptsächlich die Unternehmen dieses Wirtschaftszweiges. Denen, die sie beschließen, ist es in der Regel egal. Es erweist sich einfach als nützlich, für die Mannschaft, die ans Ruder kommt, hilft ihnen irgendwelche persönlichen Probleme zu lösen, wonach sie wieder spurlos im Nichts verschwinden.

Ich muss zugeben, dass die letzte Verwaltung des Goskompetschat, angeführt von Iwan Laptew, eine der Besten war. Vielleicht wurden deshalb fast alle Finanzierungsquellen eingefroren. Das Finanzendefizit wurde allerdings durch herzliche, freundschaftliche Beziehungen zu den Leitern der Unternehmen ausgeglichen, es wurde Verständnis für die schweren Arbeitsbedingungen gezeigt, die oftmals absichtlich vom Staat geschaffen wurden. Und es kostete auch nicht viel - nur Anteilnahme, Rat, Unterstützung.

Sofort nach Inkrafttreten der Verordnung bin ich zum stellvertretenden Vorsitzenden der Goskompetschat, Wladimir Scharkow gegangen, um die letzten Neuigkeiten in Erfahrung zu bringen, die diese neue Umgestaltung betrafen. Ich habe ihn beim Packen angetroffen. Auf seinem Tisch türmten sich Büchern und Anderes. Überall standen Umzugskartons herum.

„Was  ist geschehen?“

Wladimir Scharkow lächelte verlegen.

„Das war´s, Arcady. Ich habe so viele Jahre in diesem Amt gearbeitet und habe nicht einmal ein „Danke“ bekommen. Meinem Sekretär wurde bereits heute Vormittag mitgeteilt, dass ich das Kabinett gegen Mittag geräumt haben sollte. Jetzt wirst du einen neuen Kurator bekommen Grigorjew. Der von „Wagrius“, der es auf den Direktorposten beim „Chudlit“ abgesehen hat. Du hattest ihn damals bei der Ausschreibung überholt. Verstehst du…

„Haben die sich denn noch nicht einmal mit ihnen getroffen, um alles zu besprechen? Sie sind doch der stellvertretende Minister!“

„Wer sind „die“? Wenn unser Staat mit den Hinterfüßen schlägt, so denkt er an die glänzende Zukunft und nicht ans Opfer.“, sagt Wladimir Scharkow ratlos. „Das ist doch die neue Pepsi-Generation. Sie haben keine Zeit zu reden. Sie haben die Wahl Jelzins gewährleistet und haben jetzt das Recht auf die Beraubung des in Ungnade gefallenen Bojaren… Sie sind in Eile, es gibt ja so viel, was man sich noch aneignen möchte. Es müssen Pläne ausgearbeitet werden, wie der föderale Buchdruck-Verlag am besten privatisiert werden könnte. Der juristische Hintergrund muss vorbereitet, die Mannschaft aufgestellt werden. Das Finanzministerium wird ihnen nichts abschlagen können. Man gehört ja schließlich zur Familie